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Photos,Rainbow Beach

December 30, 2008

Rainbow Beach Photos

Rainbow Beach,Reiseberichte,general

At 14,000 ft “NO NO NO” sounds like “GO GO GO”. (geschrieben am 5.12.2008)

Das stand hinten auf dem Van, der mich zum Skydiven abholte.

Nach meinem Fraser-Trip hatte ich noch 3 Naechte in Rainbow Beach bis zu meinem Skydive. Die verbrachte ich hauptsaechlich mit Rumhaengen, Lesen und Surfen.
Ausserdem hab ich noch ein paar Leute aus Airlie Beach und von den Whitsundays wiedergetroffen.
An einem Tag hab ich einen gefuehrten “Bushwalk” mit Sonnenuntergang gucken gemacht, den mir zwei Englaenderinnen, die ich auch Airlie kannte, empfohlen hatten.
Der Fuehrer sah ziemlich nach Hippie-Stoner aus und erzaehlte uns, wie er mit den Voegeln kommuniziert indem er die Pfiffe nachahmt. Ausserdem kommt jeden Samstag ein Vogel (immer derselbe) an seine Tuer und bringt ihm einen neuen Pfiff bei. Ahja.
Naja der Bushwalk war eher kurz und ging auf eine Duene ganz in der Naehe des Hauptstandes, auf der es den unterschiedlich gefaerbten Sand zu sehen hab, der Rainbow Beach seinen Namen gab. Es war ziemlich windig und der Sand der ueber die Duene weht sah ziemlich cool aus und man hatte eine tolle Aussicht.
Auf dem Walk lernte ich auch noch zwei Deutsche kennen, mit denen ich mich am naechsten Tag traf. Eine arbeitet im Hostel nebenan (das den Bushwalk organisierte), die andere im Surfshop. Beide arbeiten nur fuer Unterkunft.

Am naechsten Morgen hatte ich meinen Skydive!
Ich wurde am Hostel abgeholt, wo erstmal ein bisschen Papierkram erledigt wurde. Ich bin jetzt (zumindest bis Februar) Mitglied der Australischen Fallschirm Vereinigung =)
Vor mir waren bereits zwei Leute gesprungen und ich guckte mir mir ihnen ihre DVD an. Ich hatte mich dagegen entschieden, weil ich nicht 50 Euro fuer eine 5 Minuten DVD ausgeben wollte.
Aber langsam wurde ich schon etwas aufgeregt. Das sah verdammt hoch aus. Naja, ueber 4 km halt.
Danach gings zum “Flughafen”, einer kleinen gerodeten Wiese ausserhalb von Rainbow Beach. Da wurde ich festgeschnallt und mit meinem Tandempartner und einem Typen der alleine Springen wollte in die Maschiene gesetzt.
Ich hatte zwar ein kleines Flugzeug erwartet aber nicht SO klein.
Es gab keinen Sitz ausser den des Piloten. Hinten war es auch einfach zu niedrig zum sitzen. Ich sass also im Heck, zwischen den Beinen meines Tandempartners und daneben der andere. Viel mehr Platz war da auch nicht.
Dann ging der Flug los. Ich konnte hinten und an den Seiten rausgucken und die Aussicht war einfach toll.
Unter mir sah ich den ewig langen Strand von Rainbow Beach, den Bunten Sand, Fraser Island, die Bucht auf der anderen Seite von Rainbow Beach und die Fluesse, die in die Bucht muenden.
Das Wasser war so klar, dass man Sandbaenke unter Wasser sehen konnte und ganz genau, wo die Stroemungen langgehen. Ich muss mal gucken, ob ich eine Postkarte davon finde. Es war ziemlich beeindruckend.
Nach ungefaehr 15 Minuten wurde dann die Tuer aufgemacht und wir setzten uns an den Rand. Ich verschrenkte die Arme und nahm den Kopf in den Nacken, wie mein Tandempartner es mir am Boden gezeigt hat und hing die Fuesse raus.
Irgendwie hatte ich erwartet, dass ich Angst vor dem Sprung hab (ich hab immer Schiss beim 10m Brett) aber die Hoehe war irgendwie so unwirklich, dass es mir gar nichts ausmachte.
Ich hab auch gar nicht gemerkt, wann wir wirklich abgesprungen sind. Irgendwie hatte ich erwartet, dass ich irgendwas merke, wenn wir fallen. Aber das war natuerlich quatsch. Freefall heisst ja eben, dass man nichts merkt. Ausser den Wind im Gesicht und an den Armen. Man hat also eher das Gefuehl, nach oben gedrueck zu werden.
Die Aussicht war jetzt natuerlich noch besser, ohne Flugzeug im Weg. Ich guckte direkt unter mich aber ich konnte den Boden nicht wirklich naeher kommen sehen. Er war einfach noch viel zu weit weg.
Wir machten ein paar Drehungen und der andere Typ aus dem Flugzeug flog vor mich und gab mir die Hand.
Igendwann ging dann mit einem heftigen Ruck der Falschir auf und bremste uns ab.Von da an Segelten wir gemuetlich ein in paar Schleifen Richtung Strand. Das hin und her der Schleifen war wie in einer riesiegen Schaukel zu sitzen.
Langsam sah ich auch den Boden naeher kommen und irgendwie war es anders, jetzt als ich wieder einzelne Baeume und Menschen ausmachen konnte. Wir machten einen Schlenker uebers mehr und ueber die Koepfe der schwimmenden Leute.
Dann landeten wir sanft auf dem Strand und es war vorbei.

Danach hab ich mich mit den beiden Deutschen getroffen um an den Strand zu gehen. Nur leider musste die eine auf den Surfshop aufpassen, weil der Eigentuemer grade den Surfkurs gab. Und als er nach ein paar Stunden zurueck kam, musste er gleich wieder zum Kayaking. Aber sie konnte rausschlagen, dass wir runter zum Strand gehen. Wir mussten nur seinen (wirklich niedlichen kleinen) Welpen mitnehmen.Wir nahmen uns eins der Anfaenger-Surfboards und gingen zum Strand. Die Wellen waren wieder nicht so toll aber es ging schon.
Das andere Maedchen, Anastasia, hatte noch nie gesurft und es brauchte etwas Ueberredung um sie aufs Board zu bringen. Ich schubbste sie etwas an und schon beim zweiten Versuch kam sie stehend bis zum Strand ^^
Spaeter hab ich mich mit dem anderen Maedchen abgewechselt, bis es irgendwann dunkel wurde. Langsam krieg ich so ein bisschen ein Gefuehl fuer das ganze und ich freu mich immer mehr auf die Wellen in Noosa.
Leider gab es spaeter etwas Aerger, weil das Maedel aus dem Surfshop zwar ein Board nehmen darf, es aber nicht mit jemandem teilen soll. Ausserdem soll sie bitte niemanden in die Wohnung lassen.
Irgendwie glaub ich immer weniger an die “no Worries” Mentalitaet der Aussis. Bis jetzt hab ich naemlich nur echt unlockere getroffen…

Spaeter gabs Live Musik im Hostel nebenan. Der Hippie-Stoner vom Vortag sang uns spielte Rhythmusgitarre und ein Kumpel von ihm, der wirklich stoned aussah spielte Leadgitarre dazu. Das war echt ganz schoen cool. Die Solos arteten etwas aus aber der Sound war einfach toll und der andere Typ hat einfach eine unglaubliche Stimme. Check out myspacesomething….
Ich sass in der ersten Reihe (von ungefaher 3) in einem Sofa genau vor der “Buehne”.
Es stellte sich auch herraus, das der Hippietyp der Chef des Hostels ist, zusammen mit seiner (wahrscheinlich) Freundin. Das war irgendwie seltsam. Ich kann mir nicht vorstellen, das der irgendwas gebacken kriegt aber es scheint wohl zu laufen.
Zwischendrin gab es auch eine Digeridoo-Einlage. Ich hatte das ja noch nie wirklich live gesehen und es war echt beeindruckend. Ein anderer Typ kam mit seinem Digeridoo auf die Buehne uns spielte ungefaehr 20 Minuten am Stueck. Das ist ganz schoen lange, wenn man bedenkt, dass er dafuer staendig diese zirkulaere Atmung aufrecht erhalten muss.
Was mich auch beeindruckte, war, was fuer unterschiedliche Toene er aus dem Instrument rausbekam und vor allem GLEICHZEITIG!
Neben dem durchgehenden (!!!) Meoeoeoeoeoeo…. das ich immer mit Digeridoos verbunden habe machte er noch einen stetigen Bassrhythmus und darueber noch so etwas wie eine Melodie. Wie gesagt: alles gleichzeitig!
Das ganze klang dann ein wenig wie Trance und ich hatte echt das Gefuehl, dass das Digeridoo ungefaehr die gleichen Moeglichkeiten hat wie ein paar Synthesizer.Anastasia hat ein Video von etwa 3 Minuten gemacht und wenn ich Glueck habe komm ich da vielleicht dran.
Auf jeden Fall muss ich jetzt Digeridoo lernen :)