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Archive for the ‘Cairns’ Category

Cairns,Reiseberichte

November 18, 2008

Cairns (die ersten Tage)

Der Flug nach Cairns ging ueber Nacht und es gab noch eine Stunde Zeitverschiebung oder so. Der Flieger kam gegen 5h Ortszeit in Cairns an und ich hatte fast garnicht geschlafen. Kurz vor der Landung viel mir noch ein, dass ich noch eine Einreise-Karte ausfuellen muss.
Einmal angekommen ging es durch Passkontrolle, Sicherheitskontrolle und Quarantaene. Zwischen zwei davon nahm ich einen Flyer der Regierung in die Hand, ueber die Gefahr die von der Einschleppung von Insekten und Keimen ausgeht und auf was man achten sollte.
Da fiel mir auf: Warte mal. Du hast doch Hiking-Shoes in deinem Rucksack. Hm… Aber grade hast du die Karte abegeben, auf der steht, dass du keine hast. Naja war ja auch schon lange her, dass ich gepackt hatte und ich war total muede.
Aber vielleicht sollte ich das mal irgendwem sagen. Ich war grade am gruebeln, als ein Security Typ auf mich zukommt “Please step aside, Sir.” Hm. Toll.
“Ist das hier ihre Unterschrift auf der Karte? Haben sie alles gelesen und verstanden? Haben sie die Taschen selbst gepackt?”
Ich sagte ihm erstmal, dass ich die Hiking-Shoes vergessen hatte. Wir gingen zu inem Tisch und ich musste erstmal meine Taschen aufmachen und auspacken und meinen Rechner booten. Als er dann anfing meinen Rechner zu durchsuchen, hab ich erstmal wiedersprochen, wollte dann aer doch nicht zuviel Stress machen. Mir war naemlich grade eingefallen, dass mehrere Hundert Dollar Strafe auf nicht deglarierte Quarantaene-Gegenstaende steht, und er noch keine Anstalten in Richtung Strafe machte.
Meine Wanderschuhe wanderten kurz weg und kamen Desinfiziert zurueck.
Dann zog er meine Laktase-Tabletten aus dem Rucksack. Ich hatte natuerlich auch angekreutzt, dass ich keine Medikamente dabei hatte, aber ich war zu diesem Zeitpunkt echt zu fertig, ihm zu erklaeren, dass das in Deutschland als Nahrungsergaenzung gilt und eigentlich auch nicht wirklich ein Medikament ist.
Nachdem ich dann irgendwann wieder alles eingepackt hatte, durfte ich gehen. Das war echt ein toller Anfang fuer meinen Aufenthalt in Austalien.

Dann ging es erstmal mit dem Shuttle-Bus zum Hostel. Da musste ich erstmal feststellen, dass die Rezeption noch geschlossen war (es war kurz nach sechs).
Vor der Tuer sass grade ein Maedel und drehte sich eine Zigarette.
“Hi, how are you? Do you know when the reception opens?”
“Around 7. But then the Girl has to count all the change in the cashier first and if you disturb her, she’ll get angry. Where are you from anyway?
“Gernany”
“Ah. Hab ichs mir doch gedacht!”
Und so lernte ich Friederike kennen. Sie hatte grade Abi gemacht (wie die meisten Deutschen, die ich von da an getroffen habe) und das einige ihrer Freunde grade in Bonn mit Mathe anfangen.
Sie war schon so frueh auf, weil sie 5 Mal die Woche die ganze Nacht in einer Baeckerei arbeitet. Wir quatschten noch ein bisschen und irgendwann machte die Rezeption auf. Da erfuhr ich dann, dass checkin erst ab 13h ist.
Das ist wohl in allen Hostels so. Egal ob Zimmer komplett leerstehen oder geputzt werden muss, einfach so. Check in nur nach 13h. Super.
Also hab ich weiter mit Friederike gelabert. Irgendwann ist sie dann ins Bett und ich bin mit dem kostenlosen Shuttle-Bus des Hostels in die Stadt gefahren.
Mein erster Eindruck von Australien war, dass es aussieht wie USA. Quadratische Haeuserbloecke, Strassen treffen sich immer im rechten Winkel.
Die halbe “Innenstadt” war voll mit Hostels, Reisebueros, Touri- und Tauchlaeden.
Auf dem ersten Baum, den ich sah sassen 5 kleine gruene Papageien und kreischten.
Aber ich war schnell enttaeuscht. Die kuenstliche “Lagona”, von der ich im Lonely Planet und bei Bill Bryson gelesen hatte, war nicht viel mehr als ein oeffentlicher Pool mit Sand rundherum. Ganz nett gemacht. Aber ich haette gerne Meer gehabt. Das war direkt nebenan. Aber ohne Strand. Nur Matsch. Und braunes Wasser. Und ein Schild: “Vorsicht Krokodile! Vom Wasserrand fernhalten!” Super.
Das ist mir jetzt immer wieder passiert. Man kann alles moegliche nicht machen, wegen gefaherlichen Tieren, sieht dann aber doch keine.
Mittlerweile hab ich schon so viele Straende gesehen, in die ich nicht durfte. Wegen Krokodilen oder Quallen. Und Wiesen und Felsen, ueber die ich nicht klettern konnte, wegen Schlangen. Und trotzdem sieht man nie welche.
Ich glaube ich muss bis zum Australia Zoo warten, bis ich mal wirklich ein Krokodil oder eine Schlange sehe.
Naja, dann bin ich auf jeden Fall mal die Promenada am Strand entlang gegangen und von dort aus zureuck ins Hostel. In meinem Zimmer waren zwei Schwedinnen und irgendein Typ. Ziemlich leer fuer ein 10-Bett Dorm aber auch gut so. Es gab eigentlich keinen Platz, wo man irgendwas unterbringen konnte. Und in allen Ecken stapelte sich irgendein Kram. Erst dachte ich der waere von den anderen aber scheinbar war es einfach die Ansammlung von Dingen, die andere nicht mehr mitnehmen wollten und einfach zurueckgelassen hatten.
Die eine Schwedin hatte sich den Knoechel verstaucht und wusste nicht, wie sie mit dem Verband duschen sollte. Deswegen lieh ich ihr die Plastiktuete, in die ich mein Duschzeug gepack hatt.
Das mit der Plastiktuete klappte wohl nicht so ganz, aber als sie aus der Dusche kam, fragte sie mich, woher ich die Plastik-Tuete hatte. Sie war aus ihrer Heimatstadt in Schweden.
(Sie war von meiner Mutter.)
Das waren schon mal zwei seltsame Zufaelle an einem Tag. Spaeter ging ich mit den beiden Maedels in die Bar des Hostels und wir wurde vorletzte beim Bar-Quiz (aber alle anderen hatten viel groessere Gruppen). Aber wir haben eine Extra-Erwaehnung fuer kreative englische Rechtschreibung bekommen (ich wars nicht).
Die Naechsten Tage ging ich erstmal einkaufen, schaute mich um, besorgte mir eine Steuernummer, Konto, Handy und guckte mir an, was es so fuer Trips gab. Ich traf noch ein paar Deutsche Abiturienten, ein paar Australier und einen Schweizer Schiffsmechaniker (fuer alle die sich wundern: er hatte in China gearbeitet).
Irgendwann merkte ich, dass er Wechselkurs 2:1 und nicht 3:2 war, wie ich eigentlich dachte, und erfreute mich von da an an einem taeglichen Snack in Form einer Pizza-Hut Pizza fuer 3 Euro.
Ausserdem bekam ich Tipps von einem Einheimischen, wo ich gut nach Autos gucken kann. Leider war ich nicht so erfolgreich. Es gab ein Paar Campervans fuer 5000 Dollar (2500 Euro) aber soviel wollte ich eigentlich nicht ausgeben und sie waren auch ueberteuert. Ein paar andere Deutsche im Hostel hatten zwei Wochen davor einen Autounfall und ihr Wagen war Schrott. Sie suchten wie ich nach einem Kombi und waren in den letzten zwei Wochen nicht wirklich weiter gekommen.
Spaeter kriegten sie in Mission Beach einen relativ neuen Wagen fuer 2000 Dollar. Die gluecklichen ^^
Als sich irgendwann abzeichnete, dass ich keine Wagen bekomme, plante ich, mir erstmal einen Bus-Pass nach Brisbane zu holen und von dort aus weiter zu sehen.

Was mir von den ersten Tagen noch in Erinnerung geblieben ist, ist das folgende:
Irgendwann in der Bar spricht mich ein Typ Mitte Dreissig aus Deutschland an. Ich sass grade alleine und las. Er lud mich zu seinen Freunden an den Tisch ein. Er arbeitete in einem Reisebuero in Irland und war mit einer Kollegin und irgend einer Frau aus England unterwegs.
Ich unterhielt mich ein bisschen mit ihnen. Sie schienen irgendwie sehr gelangweilt und hatten den typisch deutschen Miesepeter-Blick drauf (daran erkennt man Deutsche IMMER!!!!). Die Frau aus England war auf gelangweilt, aber ich glaube das lag eher daran, dass sich die anderen beiden staendig auf Deutsch unterhielten.
Irgendwann ging die Englaenderin rauchen. Dann ging die andere aufs Klo. Beide blieben irgendwie laengere Zeit weg. Der Typ sagte nichts mehr, guckte mich aber irgendwie komisch an. Irgendwann fragte er mich “sag mal, hast du in Deutschland eigentlich einen FREUND …. oder eine Freundin?” “Aeh ja ich hatte ‘ne Freundin”. Er guckte mich wieder durchdringend an, und fing an, an seinem Zungenpiercing zu spielen “….. aeh… ich muss weg…..”

Zum Thema Deutsche erkennen, faellt mir nochwas ein. Ich war mit ein paar Leuten aus dem Hostel in nem Club in Cairns. Neben uns am Tisch sassen 4 etwas alternativ aussehende Maedchen (es gibt in Cairns nur zwei RnB und Hiphop Clubs, da faellt das etwas auf) um die Zwanzig. Sie hielten sich an ihren Glaesern fest, redeten kaum und wirkten echt gelangweilt.
Also dachte ich natuerlich sofort, sie waren Deutsch. Aber als ich mal probierte trotz lauter Musik hinzuhoeren, merkte ich, dass sie Englisch sprachen.
Da ich es genauer wissen wollte, hab ich sie dann mal angesprochen.
Und, natuerlich: Sie waren deutsch. Sie sprachen nur Englisch, damit es keiner merkt. Tja, hat wohl nicht geklappt. Und sie wollten etwas ueben. Das ist nicht ganz unberechtigt, da ich hier echt mehr Deutsch spreche als Englisch. (Trotz anachronischer Verwirrung: in Magnetic Island hat mir ein Spanier gesagt, dass er sich fragt, ob denn noch irgendwer in Deutschland ist, wo doch alle Deutschen hier sind).
Aber es kam noch besser: sie waren nicht irgendwo aus Deutschland, nein sie waren aus Heusenstamm und Obertshausen. Aber sowas passiert wohl oefter. Auf dem Rueckweg vom Club waren naemlich 4 Frankfurterinnen im Shuttle.
Ich glaube Australien ist das neue Mallorca.

Cairns,Photos,Reiseberichte

November 10, 2008

Endlich Photos!!!

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Als erstes mal Cairns!

Die ersten paar Bilder sind nicht in Reihenfolge, weil ich mir die von ner Freundin kopiert habe (und zu faul war, sie einzusortieren).