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November 18, 2008

Tokyo Tag vier

Am Dienstag wollte ich mir noch die Museen und den Park in Ueno angucken, bevor ich gegen vier Richtung Flughafehn fahren musste. Ausserdem hatte ich mir aus dem Reisefuehrer ein Schweizer Restaurant rausgesucht, in dem es tolles Fondue geben soll.
Ueno lag echt passend, da ich da sowieso zum Flughafen umsteigen musste. Also hab ich da meine Taschen eingeschlossen und bin zum Park. Der war ganz nett, wennaauch nichts besonderes. Es gab einen See mit einer Insel, auf der ein Schrein und ein Tempel waren. Leider wurde der urspruengliche Charm etwas zerstoert, indem vor ein paar hundert Jahren zwei Bruecken zur Insel gebaut wurden. Ausserdem war vom Wasser im See nicht mehr viel zu sehen, da alles mit Wasserpflanzen zuewuchtert ist. War aber trotzdem nett. OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Es gibt in Tempeln kleine “Automaten” (Holzkisten mit vielen Zetteln und Symbolen), die einem eine Voraussage mache, wie die Zukunft aussieht. Nachdem man sie gelesen hat, werden sie an dafuer aufgestellte Stangen oder Buesche gebunden, damit der Wind das moegliche Unglueck forttraegt: OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Danach hab ich mir noch ein paar Schreine und Tempel angeguckt.

Danach wollte ich ins Museum of something Tokyo. Das sollte ganz toll sein. Leider hatte es zu. Warum stand nicht dran, nur “closed today”.
Da ich (wie immer) Hunger hatte wollte ich erstmal aus dem Park raus und zu dem Schweizer Restaurant. Leider fing es grade an zu regnen.
Auf dem Weg ging es am Shogun-Friedhof (ich bin mir nicht ganz sicher, ob der Name irgendwas zu sagen hat) vorbei. Ich hab mich nicht rein getraut und leider ist mein Kamera-Akku grade gestorben, als ich ein Photo durch den Zaun machen wollte.
Dann hat es ziemlich angefangen zu regnen. Bis zum Fondue war es noch ein relativ weiter Weg und ich ging schon etwas auf dem Zahnfleisch. Als mir dann ein Indischer Imbiss in einer Seitenstrasse aufgefallen ist, hab ich mich doch lieber da rein gesetzt.
Auf dem Rueckweg war der Regen nicht mehr ganz so stark und ich hab mich auf den Friedhof getraut.
Die Graeber sahen wesentlich anders aus als bei uns. Sie sahen wie eine kleine Version dessen aus, was ich mir unter einem japanischen Garten vorstelle. Alle Graeber waren ca. 40cm ueber dem Boden und es fuehrten kleine Stufen zu ihnen. Das Grab war meist mit Kieseln bedeckt, manchmal auch nur eine Steinplatte. Viele hatten einen oder mehrere Bonsai in den Boden gepflanzt oder auf einem Topf. Manche sogar grosse getrimmte Baeume. Alle Graeber hatten eine “Laterne” aus Stein, meistens massiv, ein paar konnte man wirklich entzuenden.
Ich hatte bei einem Tempel (oder Schrein, ich weiss nicht mehr so genau, wahrscheinlich eher Schrein) gelesen, dass die Laternen spirituelle Reinigung symbolisieren.
Dann gab es einen Grabstein, aehnlich wie bei uns. Vorne im Grabstein oder davor waren zwei Philiolen, in die man Blumen stellen konnte.

Jedes solche Grab fuer sich sah schon interessant aus und edel. Und jetzt stell dir hunderte davon in Reihe vor.

Danach bin ich noch zu ein paar anderen Museen hin. Aber alle hatten zu. Da war ich etwas genervt, weil ich nun in gar keinem Museum in Tokyo war. Also wollte ich mich aufwaermen (ich was komplett nass) und mir noch einen Kaffee bei Starbucks goennen. Ausserdem musste ich noch meine Pasmo-Karte loswerden und den Bahnhof zum Flughafen finden. Dachte ich, ich mach erstmal die beiden letzteren. Nach ueber ner Stunde rumrennen und versuchen Automaten zu entziffern hab ich das mit der Pasmo-Karte aufgegeben. Waren eh nur 5 Euro Pfand oder so.
nach noch ner halben Stunde rumrennen fand ich auch den Bahnhof. Er war genau unter dem Park, aus dem ich vorhin gekommen war. Also bin ich dann mal zu Starbucks. Zuerst zu einem im Erdgeschoss von Ueno. Der war riesig doch ein paar verloren aussehende Inder, die mit ihren Tassen in der Hand nach einem Sitzplatz suchten, zeigten mir, dass wohl kein Platz mehr ist.
Nach etwas suchen fand ich draussen am Bahnhof noch einen. Der war auch voll.
Schliesslich fand ich zu einem kleinen ungemuetlichen im Untergeschoss, ungefaehr genau neben dem Locker mit meinen Sachen ^^

Am Flughafen wurde mir erstmal gesagt, dass der Flieger sehr voll ist und ich mein Gepaeck nicht aufgeben kann, sondern dass ich Kurz vor Abflug nochmal fragen soll. Also bin ich mit meinen zwei Rucksaecken und meiner Tasche durch den Flughafen gestapft (auf dem Stock mit den Geschaeften und Restaurants gab es keine Kofferkulis), auf der Suche nach was zu essen (und WLAN – das halt leider nicht geklappt). Da meine eine Tasche sich innerhalb der letzten Tage ziemlich aufgeloesst hatte, hab ich nach Nadel und Faden gesucht, damit mein Handgepaeck wenigstens an einem Stueck ist. Das hab ich aber leider nicht gefunden.
Zum Glueck hab ich dann doch noch einen Platz gekriegt und konnte mein Gepaeck loswerden.
Was mir noch in Erinnerung geblieben ist, ist die Fahrt mit einer Shuttle-Bahn vom Gate zum Flugzeug. Vom Shuttle aus konnte man ueber die anderen Flugzeuge am Gate sehen. Das Wetter war wieder schlechter geworden und der Nebel und die Nacht liesen sie irgendwie Gespenstisch wirken.

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