stuff I do and think about

Reiseberichte,Townsville

November 10, 2008

Feral Pigs

Am Sonntag war ich mit den Bewohnern des Health Education Centers bei einer befreundeten Familie. Es gab ein Essen zur Verabschiedung einer Familie, die bald umzieht.
Der Vater der Familie, die wir besuchten ist grade fast damit fertig ihr neues Haus zu bauen und es ist schon bewohnbar. Er hat es neben seinem Job in seiner Freizeit aus fertigteilen Zusammengebaut und es ist eine echte Villa. Aber natuerlich in Amerikaner-Manier aus Blech und Presspappe. Aber auch Massivholz :)
Das nur nebenbei.
Sie wohnen auf einem fuer hiesige verhaeltnisse kleinen Grundstueck (ich kann mit Acker-Zahlen nicht so viel anfangen) aber in Deutschland waere es mehr so ein Stadtteil.
Nach dem Essen sind alle anwesenden Kinder (mich eingeschlossen, dh. ungefaehr 8 oder so) und der Vater auf 3 Four-Wheelern, in Deutsch wohl eher “Strandbuggy” oder so, ueber ihr Grundstueck gefahren. Die Dinger sind echt nicht schlecht. Ich bin nicht selbst gefahren sondern wurde von eine Tochter kutschiert. Bedienung fast wie ein Mottorrad aber man kann halt gut durchs Gelaende fahren. Da ein Creek, also ein ausgetrockneter Fluss, durch das Grundstueck fuehrt ist das auch wirklich notwendig. Die Fahrt war ziemlich gut, weil man so mal ein Bisschen mehr vom Land sieht als wenn man auf den Strassen faehrt oder nur spazieren geht. Und man hat das Gefuehl, das es sehr schnell ist, obwohl man nur 20 oder so faehrt.
Das Ziel der fahrt, war eine Schweine-Falle eines Freundes. Zur Erlaeuterung: Hausschweine wurden nach Australien gebracht und sind Teilweise verwildert und werden jetzt als “pest” also Schaedlinge betrachtet, da sie einheimische Vegetation zerstoeren und ansaessige Tiere fressen. Deswegen werden sie gejagt und geschossen.
Spaeter hab ich erfahren ,was mit ihnen passiert. Sie werden gemaestet (falls lebend) und dann nach Deutschland geschifft. Australisches “Wildschwein” sei der grosse Hit ^^
Als wir bei der Falle ankamen, war ich etwas geschockt. Vier eher kleine Schweine sitzen in einer hoechstens 2mx2m grossen Einpferchung mit ausgebleichten Knochen drinnen. Die Knochen waren aber nur Koeder fuer die Schweine.
Die Tiere wirkten sehr verstoert. Sie draengen sich von einer Ecke in die andere, fallen uebereinander.
Kein wunder, bei 3 Lauten 2-Zylindermotoren, die um sie kreisen.
Normalerweise ist nur ein Tier in der Falle. Diesmal muessen wohl 3 schon in der Falle gewesen sein, bevor das vierte Tier den Stock, der die Klappe hoch haelt, umgeworfen hat.
Ich fragte, wie lange sie schon in der Falle seien. Ungefaehr 2 oder 3 Tage.
Ich sah kein Wasser oder Futter im Pferch.
Und wie lange bleiben sie da noch? Vielleicht 1-2 Tage. Aber der hat grade viel zu tun. Vielleicht auch 4.
Ich guckte nach oben. Greller Sonnenschein. Alle Baeume weit weg. Hier ist den ganzen Tag Hitze. Das kann man kaum ueberleben.
Der Vater dreht der Einzaeunung den Ruecken zu und schlagartig fangen die Tiere an, auf ihn zuzustuermen. Ein Tier rennt direkt gegen eine Metalstange. Etwas fliegt durch die Luft, der Vater faengt es. “Guckt mal, er hat sich nen Zahn ausgebrochen”.
Das Tier blutet an mehreren Stellen am Ruessel. Ich kann es kaum fassen.

Wir fahren noch eine runde, dann geht es zurueck zum Haus. Auf dem Rueckweg sehen wir noch andere Reifenspuren. Scheinbar ist der Besitzer der Falle gekommen, um sie zu leeren. Zum Glueck.

Leave a comment

RSS feed for comments on this post. TrackBack URL

You can use these XHTML tags: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>